"Lasst uns faul in allen Sachen,
Nur nicht faul zu Lieb' und Wein,
Nur nicht faul zur Faulheit sein."
Lessing
 
       
 
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Konsumkritiker aus Hennef bei Köln und Bonn setzen sich für Muße und bewussten Genuss ein und protestieren sowohl gegen blinden Konsum als auch gegen die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen durch die Konzerne mit Hilfe der Werbeindustrie.



  
2.10.07 - Amnesty International - www.amnesty.de

Amnesty hat den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, ein internatinal verbindliches Waffenembargo für Myanmar zu verhängen. Gleichzeitig appellierte Amnesty an die Regierungen Chinas, Indiens, Russlands, Serbiens, der Ukraine sowie an die ASEAN-Staaten, Rüstungstransfers nach Myanmar zu unterbinden.

1.10.07 - ATTAC - www.attac.de

In seiner zweiten sogenannten "Berliner Rede" hat Bundespräsident Horst Köhler viele Defizite der gegenwärtigen Globalisierung aufgezeigt. ATTAC bezweifelt jedoch die Glaubwürdigkeit.
Nachrichten


27.9.07 - Campact - www.campact.de

Bahn-Chef Mehdorn und Verkehrsminister Tiefensee haben es sich so schön ausgedacht: Die Bahn soll ein Global-Player werden. Bezahlen sollen das die Steuerzahler. Die Fahrgäste bleiben auf der Strecke. Doch beim SPD-Parteitag am 26.10. in Hamburg kann die Privatisierung noch gestoppt werden. Wenn die SPD-Basis dagegen stimmt, ist der Bahn-Ausverkauf erst einmal vom Tisch.





7.9.07 - Rettet den Regenwald e.V. - www.regenwald.org

Mit einer aggressiven Politik betreibt die kolumbianische Regierung den Ausbau von Agrarsprit. Palmöl-Konzerne, unterstützt von staatlicher Polizei und Paramilitärs, zerstören dabei die Regenwälder des Landes, die zu den artenreichsten weltweit gehören. Mit Morden, Einschüchterungen und Vertreibungen von Kleinbauern sichern sich die Palmöl-Konzerne neues Land.

8.12.06 - Clean Clothes Kampagne -
www.cleanclothes.at

Die erste Kaufempfehlung der Clean Clothes Kampagne: Fair produzierte T-Shirts des Labels "Dignity Returns". Die CCK importierte 500 fair produzierte T-Shirts aus Thailand und bietet diese zu je 15 Euro zum "Fair"-Kauf. Mit Kompensationszahlungen nach ihrer Entlassung, staatlichen Krediten und einer Spendenaktion der CCK bauten sich ehemalige "Bed&Bath"-ArbeiterInnen eine eigene Bekleidungsfabrik auf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Nähwerkstätten, in denen Arbeitsrechte mit Füßen getreten werden, können dort die ArbeiterInnen (und gleichzeitig FabrikbesitzerInnen) ihre Arbeitsbedingungen selbst bestimmen und für sich selbst wirtschaften. Da sich ihr Betrieb trotz allem im Wettbewerb um Produktionsaufträge behaupten muss, konnten die Löhne bisher nicht allzu sehr angehoben werden. Gegenüber der CCK äußerten die ArbeiterInnen den Wunsch, Konsumenten im Westen direkt beliefern zu wollen. So werde der Zwischenhandel umgangen, der an den Gewinnen saftig mitschneide, und dadurch würden bessere Löhne möglich. Die CCK hat daraufhin 500 T-Shirts produzieren lassen, die zu einem Preis von je 15 Euro erhältlich sind.


Weniger Einkaufen à Weniger Geldnot à Weniger Arbeitsdruck
 

à Mehr Freizeit à Mehr Vergnügen à Mehr vom Leben


Schalt mal ab - Woche !!!



DU BIST DAS PRODUKT !

Es geht darum, bewusst Kontrolle über Medien und Technik zu übernehmen, anstatt sich von ihnen überwältigen zu lassen. Natürlich ist es auch ein Protest gegen die lähmende Couch-Kultur unserer Gesellschaft, aber wenn Millionen Menschen ihre Flimmerkiste abschalten, dann ist es auch ein erklärter Wille im Informationszeitalter.

Die Medien formen unsere Sicht der Welt - und zwar nirgends eindrücklicher und propagandistischer als im konzernregierten Fernsehen. Es geht um einen Protest gegen die Überflutung mit Werbung, die uns mit künstlichen Bedürfnissen vergiftet, gegen Medien-Kartelle und gegen die einseitige Verzerrung der Welt.

Slow... down ... week !!!

Mach-mal-langsam-Woche !!!

Sieben Tage lang - sich Zeit nehmen - durchatmen - es sich bequem machen ...

Aufruf zur Mach-mal-langsam-Woche


Krise in der Ersten Welt: Zu viele von uns sind GEHETZT!

Wir arbeiten wie die Ameisen. Wir haben keine Zeit für kontemplative Nachmittage mit Tee und Kuchen. Kein Glas Wein in einem stillen Raum. Sogar die Siesta in Spanien steht unter heftigem Beschuss. Wir müssen handeln! Wir brauchen Ihre Hilfe!

Die Welt braucht ruhige, entspannte und freundliche Menschen. Es gibt noch Hoffnung für schrille Power-Point-User im mittleren Management. Es gibt Hoffnung für genervte Autofahrer. Wir müssen uns verlangsamen! Sie wissen, dass es so geht!

Es ist Mach-mal-langsam-Woche. Wir bitten Sie, sich großzügig an unserer Sache zu beteiligen. Zeit ist nicht recycelbar. Wir wissen, dass wir mehr von Ihnen verlangen als man erwarten kann. Bitte helfen Sie uns, indem sie diese Woche so lange wie möglich in Ihrer Badewanne bleiben. Falls das nicht geht, entspannen und amüsieren Sie sich stattdessen! Und bitte tun Sie es langsam!

Nicht alle können sich diese Woche Zeit nehmen. Wir respektieren das Recht, anders zu sein. Aber Ihr großzügiges Handeln wird die allüberall schwebenden Entspannungsteilchen vermehren. Neue Studien haben gezeigt, dass diese Teilchen, die sogenannten Entspannons, von langsamen Menschen ausgeschieden werden. Wenn gestresste und gehetzte Menschen genug Entspannons einatmen, verlangsamen sie sich und entwickeln vielleicht sogar ein bisschen Genuss und Muße.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung in dieser schweren Zeit.




Buy Nothing Day

The best things in life are free!




Jeden Tag hetzen Millionen Menschen zur Arbeit. Sie produzieren Fernseher, Autos, Computer und andere Unmengen von Konsumgütern in ungeheurer Geschwindigkeit. Die meisten dieser Dinge landen nach allerkürzester Zeit auf Mülldeponien. Sie vergiften unsere Umwelt und unser Leben. Die hektische Produktion der Dinge verseucht uns mit Stress und Erschöpfung.
 
Im Februar 2005 trat das Kyoto-Protokoll in Kraft. Es ist das Versprechen, unsere Treibhausgase und Umweltverschmutzung innerhalb einer gewissen Zeit um 6% zu reduzieren. Die meisten Wissenschaftler sagen uns, dass wir eine Reduktion um 60% brauchen würden, wenn wir dieses Jahrhundert überleben wollen. Die Botschaft ist: lebt bewusster und langsamer!
 
Wenn wir weniger Zeit mit Produktion und Konsum verschwenden, haben wir mehr Zeit für die Dinge, die wirklich etwas bedeuten: Kunst, Musik, Kultur, Kreativität, Familie, Freunde und Gesellschaft sowie nicht zuletzt unsere Gesundheit. Weniger zu arbeiten ist der erste Schritt - für den Planeten, auf dem wir leben, und für die Menschen darauf.


Die WHO bezeichnet das Rauchen als "Tabakepidemie", als eine ansteckende Krankheit, an der die Hälfte der Infizierten stirbt, die von der Werbung übertragen wird und deren "Erreger" die Tabak-Konzerne sind.

Manifest der Langsamkeit


Wir glauben, dass Multitasking eine Schwäche ist. Wir frönen nicht der Eile oder der Hast. Wenn etwas wert ist, getan zu werden, dann ist es auch wert, langsam getan zu werden. Wir schätzen die Achtsamkeit und entspannte Kontemplation. Wir schätzen es, HIER und JETZT zu sein. Wir sagen nicht, dass wir nicht an harte Arbeit glauben, sondern wir sind uns sicher, dass sie existiert. Wir waren gelegentlich Zeugen davon und – in Zeiten der Rückgratlosigkeit – haben wir uns sogar daran beteiligt. Aber wir sind davon überzeugt, dass es einen besseren Weg gibt. Sich zu verlangsamen ist eine Fertigkeit, die gelernt werden muss. Wir verstehen, dass das nicht jeder kann. Das antike Griechenland wusste, dass wir arbeiten, um die Muße zu pflegen. Die Muße wurde als charakterstärkendes Training angesehen. Dem sollten wir uns widmen.


Tut Muße !

 


 
Schneller ! Schneller ! Schneller!

  • Merken Sie sich das Motto: "Gehen Sie mir aus dem Weg!"
  • Konzentrieren Sie sich auf nichts anderes als auf: Multi-Tasking!
  • Hetzen Sie sich - immer und überall!
  • Entwickeln Sie ein übergroßes Geltungsbedürfnis!
  • Sprechen Sie laut in Ihr Handy an überfüllten Orten.
  • Blitz-Konversations-Tipp 1: Hören Sie nie zu und stellen Sie nie Fragen.
  • Blitz-Konversations-Tipp 2: Sprechen Sie nur über sich selbst.
  • Finden Sie stets eine Gelegenheit, unfreundlich zu sein. Höflichkeit ist etwas für Weicheier.
  • Kultivieren Sie Anspannung und Erschöpfung.
  • Kopfschmerzen sind ein Markenzeichen für Menschen, die hart arbeiten. Menschen, die hart arbeiten, sind cool.
  • Sagen Sie anderen, sie sollen sich beeilen.
  • Arbeiten Sie sehr viel und nehmen Sie sich nie frei. Sprechen Sie nur über Ihre Arbeit.
  • Mieten Sie jemanden, der für Sie zu einem exotischen Urlaubsort fliegt. Sie haben keine Zeit dafür.
  • Essen Sie schnell.
  • Wenn Sie Sex haben müssen, dann machen Sie es schnell.
  • Schauen Sie mehr Fernsehen.
  • Sprechen Sie schnell und v.a. schneller als die Person, die mit Ihnen spricht.
  • Denken Sie niemals darüber nach, was Sie vorhaben. Pläne sind überschätzt.
  • Sparen Sie wertvolle Millisekunden: Benutzen Sie stets die Kurzwahltaste.
  • WICHTIG: Besuchen Sie NIE die Webseite von



Anmerkung zum „fairen Gebrauch“:

 

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